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USA weisen wegen "Akustik-Attacken" 15 kubanische Diplomaten aus

USA weisen wegen

Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla verurteilte die Ausweisung der Diplomaten scharf. Erst am Freitag hatte US-Außenminister Rex Tillerson angekündigt, die Botschaft in Havanna solle zwar offen bleiben, aber nur noch im Notbetrieb arbeiten. Die Ausweisung könnte die Beziehung zwischen Washington und Havanna weiter belasten. Die USA hatten 15 kubanische Diplomaten aufgefordert, innerhalb von sieben Tagen das Land zu verlassen. Auch wurde die Erteilung von Visa für Kubaner auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Tillerson erklärte, die USA hätten diese Entscheidung getroffen, weil Kuba nicht in der Lage sei, angemessene Maßnahmen im Rahmen der Wiener Konvention zu ergreifen, um die amerikanischen Diplomaten zu schützen. Aus diesem Grund warnt man ausdrücklich vor Reisen in die USA. Die USA vermuten hinter den Schallattacken gezielte Angriffe mit unhörbaren Tönen. Ein Expertenteam habe nach Untersuchungen geschlussfolgert, "dass es überhaupt keinen Beweis für das Auftreten der behaupteten Vorfälle gibt und diese Ursache für die gesundheitlichen Probleme" seien. "Wir unterhalten weiterhin diplomatische Beziehungen zu Kuba und werden bei den Ermittlungen über die Angriffe mit Kuba kooperieren". In den USA wird spekuliert, wie auch immer geartete "Schallwaffen "oder Abhörmaßnahmen könnten dafür verantwortlich oder ein Drittstaat involviert sein". Auch Mitarbeiter der kanadischen Botschaft in Havanna und deren Familien sollen von den angeblichen "Akustik-Attacken" betroffen sein. Bei einigen Botschaftsangehörigen seien dauerhafter Hörverlust und Symptome einer Gehirnerschütterung festgestellt worden. Der neue US-Präsident Donald Trump machte jedoch einen Teil der von Obama initiierten Reformen und Reiseerleichterungen rückgängig. Die Normalisierung der Beziehungen zu Kuba nach etwa einem halben Jahrhundert Eiszeit galt als einer der wichtigsten außenpolitischen Erfolge Obamas.



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