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Merkels CDU gewinnt die Wahl

Merkels CDU gewinnt die Wahl”

"Es ist völlig klar, dass der Wählerauftrag an uns der der Opposition ist", sagte Schulz. Alle weiteren Ergebnisse in unserem Ticker. Ziel für seine Partei sei es, bundesweit ein zweistelliges Ergebnis zu erzielen und im Kampf um den dritten Platz vor der AfD zu landen. Die Grünen stehen deutlich links von FDP und CDU/CSU. CSU-Chef Horst Seehofer hat eine Obergrenze für den Zuzug einst als Bedingung für eine Koalitionsbeteiligung genannt. Mit "klarer Kante" und "klaren Positionen" müsse man nun darauf reagieren. Merkel betont jedenfalls, man wolle die Wähler der AfD zurückgewinnen, und das "vor allem durch gute Politik" in den nächsten vier Jahren. Doch mit noch 27,1 Prozent ist die Union weit von Ergebnissen früherer Wahlen entfernt.

Die hessische AfD-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl, Mariana Harder-Kühnel, sagte bei RTL Hessen: "Die Fraktion ist sauber". "Damit ist die Rolle für uns ganz klar, wir sind die Partei der Opposition". 35 Prozent begrüßen es, dass die AfD den Flüchtlingszustrom in die Bundesrepublik stärker begrenzen will als die anderen Parteien. Nach einer Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" würden sich 45 Prozent für Merkel und 32 Prozent für Schulz entscheiden, wenn der Bundeskanzler direkt gewählt würde. Das sind etwa vier Prozentpunkte mehr als 2013. Die Grünen legen 1 Prozent zu und erreichen 8 Prozent. Der FDP gelingt mit 9,9 bis 10,5 Prozent der Wiedereinzug in den Bundestag. Die Linkspartei erhält 8,9 (8,6) Prozent, die Grünen verbessern sich auf 9,3 (8,4) Prozent. "Viele entscheiden sich erst in den letzten Stunden", sagte die Parteivorsitzende bei einem Termin mit jungen CDU-Wahlhelfern am Samstag in Berlin. Meinungsforscher räumten seiner Partei aber keine realistischen Chancen auf den Sieg ein - und lagen damit auch richtig: Mit 20,8 Prozent blieb Schulz "nur" Zweiter und büßte mit der SPD knapp 5 Prozent gegenüber dem Ergebnis von 2013 ein. Mit Spannung erwartet wird auch, ob die Zahl der Nichtwähler auf dem historisch hohen Niveau bleibt.

Wie die "Rheinische Post" berichtet, soll die bisherige Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles die neue SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag werden.

Wer ist Angela Merkel? "Wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen".

Uhr. Auch Martin Schulz bezeichnet die AfD als "rechtsextrem".

Die Sitzverteilung sieht nach den Hochrechnungen der Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) so aus: CDU/CSU 217 (2013: 311), SPD 137 (193), AfD 88, FDP 69, Grüne 60 (63) und Linke 60 Mandate (64). Punkten konnte sie vor allem mit ihren Plänen für Steuer- und Bildungsreformen und ihrem Spitzenkandidaten Christian Lindner.

Wenige Tage vor der Bundestagswahl sackt die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz einer neuen Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter ab.

Auch bei den Zweitstimmen, bisweilen "Kanzlerstimmen" genannt, liegt die SPD (28,5 Prozent) vor der CDU (22,4), wenn auch nur knapp. In diesem Politikfeld wird der Union eindeutig mehr zugetraut als der SPD. Die Rechtspopulisten erreichten dort 19,8 Prozent nach 4,3 Prozent vor vier Jahren. Dennoch sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende am Sonntagabend in der ARD: "Die CDU hat die Wahl gewonnen".

Rund 9,5 Millionen Menschen im Freistaat können bei der Bundestagswahl heute ihre Stimmen abgeben. Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sitzt damit im Bundestag wieder eine Partei, deren Mitglieder bis in die Parteispitze hinein völkisch-nationales und rassistisches Gedankengut vertreten.

Dass es vor der Landtagswahl in Niedersachsen am 15. Oktober konkret wird, gilt als unwahrscheinlich - keine Partei im Bund will den Wahlkämpfern in Hannover mit Vorfestlegungen in die Quere kommen. Die Zahl der Abgeordneten im Bundestag läge damit bei mindestens 598, wegen Überhang- und Ausgleichsmandaten werden es aber deutlich mehr werden, Schätzungen reichen bis an 700.



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