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Kim: Trump ist ein "dementer US-Greis"

Kim: Trump ist ein

Im Konflikt zwischen den USA und Nordkorea geht das verbale Wettrüsten weiter.

Am Donnerstag verkündete der US-Präsident dann neue Maßnahmen zur Erhöhung des wirtschaftlichen Drucks auf das ostasiatische Land. "Ich denke, es könnte ein Wasserstoffbombentest von beispiellosem Ausmaß vielleicht über dem Pazifik sein", sagte er.

Ungeachtet neuer Sanktionen provoziert der nordkoreanische Machthaber Kim Jung-un den USA weiter. "Ich werde den geistig umnachteten senilen Amerikaner sicher und endgültig mit Feuer bändigen", erklärte Kim in einer von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA am Freitag verbreiteten Mitteilung.

Nachdem der US-Präsident am Dienstag in seiner UN-Rede von der "völligen Zerstörung" Nordkoreas gesprochen hatte, ließ ihn Diktator Kim wissen, dass er "den Mann, der die Hoheit über das Oberkommando in den USA hat, für seine Rede teuer bezahlen lassen" will. Nun sagte Trump, er habe den chinesischen Präsidenten Xi auf seiner Seite.

Wenig später berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap, Nordkorea spiele mit dem Gedanken, eine Wasserstoffbombe auf dem Pazifischen Ozean zu testen.

Russland lehnt wie die anderen Vetomächte im Sicherheitsrat die atomare Bewaffnung des isolierten kommunistischen Nachbarlandes ab, kritisiert aber auch die militärischen Drohgebärden der USA in der Region. Nach den USA kündigt auch die EU neue Sanktionen gegen Pjöngjang an. Banken weltweit können künftig keine Geschäfte mehr mit Nordkorea abwickeln, ohne dabei straffrei Geschäftsbeziehungen in oder mit den USA zu unterhalten. Darauf hätten sich die für Sicherheitsfragen zuständigen EU-Botschafter am Abend geeinigt, hieß es aus EU-Diplomatenkreisen.

Die EU will allerdings nun ebenfalls die Strafmaßnahmen ausweiten. Dabei sollen auch Ölausfuhren in das Land untersagt werden. Zudem sollen Einreiseverbote und Kontosperren für weitere nordkoreanische Personen, Organisationen und Unternehmen verhängt werden. Weitere Links zum Thema Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und Südkoreas Präsident Moon Jae In begrüßten die Entscheidung Trumps. Welche Schritte er konkret ergreifen werde, sagte Kim nicht. Er betonte jedoch auch, es gehe seinem Land nicht um einen Kollaps des Nachbarstaates. Seoul und die Weltgemeinschaft unternähmen alles nur mögliche, um den Atomkonflikt mit Pyongyang friedlich beizulegen.

Moon rief Nordkorea zu einem Ende der Provokationen auf, um "auf der richtigen Seite der Geschichte" zu stehen.

Kritik rief Trumps Rede aber auch unter den Verbündeten hervor. Die internationale Gemeinschaft hatte bereits vergangene Woche als Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Atomwaffentest weiter an der Sanktionsschraube gedreht.



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